Archiv für Februar 2009

Der Traum vom Reisen

Freitag, 27. Februar 2009

Und wieder ein grauer Morgen in Frankfurt. Wie nie zuvor reizt mich der Gedanke an eine Reise. Einfach mal raus aus dem tristen Alltag und dem grauen Wetter entfliehen. Wie beneide ich die ganzen Millionäre, die gerade ihren Luxus Skiurlaub in St. Moritz hinter sich haben und die nächste Reise nach St. Tropez  schon eifrig planen.

Die Kollegin freut sich schon auf ihren Amerikatrip, der Bruder fährt zum Surfen nach Dänemark - das da ein bisschen Neid aufkommt, lässt sich nicht vermeiden. Vor allem, weil heutzutage in Sachen Reisen so viel möglich ist. Es gibt Websites, die sich auf Luxusreisen spezialisiert haben und ihren Kunden Erlebnisse anbieten, von denen man kaum zu träumen wagt.

Bei der Münchener Firma Design Reisen findet sich die passende Reise für jeden, der ein paar Euro mehr in der Tasche hat. Zum Beispiel eine Erlebnisreise nach New York für €6,000. Für diese stolze Summe erwartet den Reisenden aber auch jede Menge Luxus. Vom Flughafen geht es per Helikoptor in das 5 Sterne Hotel ‘Mandarin Oriental’, wo man 4 Übernachtungen inklusive Frühstück genießt. New York selbst wird dann mit dem privaten Chauffeur erkundet, durch den Central Park gibt es eine zweistündige Rundfahrt. Als ob das nicht genug wäre, sieht das Package eine Reise auf Ellis Island, einen Segeltörn und einen privaten Rundgang im Museum of Modern Art vor.

Und wem ein Helikoptortransfer zum Hotel zu wenig ist, der bucht einfach die Heliskireise Chile. In diesem Packagetrip kann man nämlich 3 Tage lang so oft man will den Heliservice nutzen. Das heisst morgens per Heli zum Skifahren in die Berge und nachmittags an die Pazifikküste zum Golfspielen. Der Spaß hat allerdings auch seinen Preis, diese abenteuerliche Reise kostet um die €12,900.

Diejenigen, die über ein noch höheres Budget verfügen, können jetzt den außergewöhnlichsten aller Ausflüge buchen: Einen Flug ins Weltall. Die Flüge von Richard Bransons Virgin Galactic sind in Deutschland exclusiv durch Design Reisen buchbar. Preis: ab €140,000.

Träumen ist ja erlaubt. Und wer das Glück hat in München zu leben, kann dies im neuen Concept Store von Design Reisen in der Briennerstraße 7. Hier wird potentiellen Kunden der Urlaub hautnah vorgestellt. Reiseutensilien und Produkte, die man von exotischen Reisen her kennt und die in Deutschland sonst kaum zu bekommen sind, findet man hier im exklusiven Lifestyle & Travel Shop. Im Restaurant werden kulinarische Köstlichkeiten diverser Hotelpartner angeboten und der persönliche Reisedesigner kreiert, ganz nach Wunsch, die im Urlaub gesehenen Traumstücke oder sogar das Hotelzimmerinterieur. In der Space Lounge von Virgin Galactic berät die hauseigene Astrologin Domna Sidiropulu die Kunden über den für sie richtigen Urlaub. Der Shop selbst hört sich schon wie ein ganz eigener Urlaub an!

Ich werde mir auf alle Fälle ein paar Prospekte vom Reisebüro meines Vertrauens holen und ein bisschen bei der Deutschen Bahn surfen!

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*tanya* 

Bilder: Design Reisen, FVW, Evening Standard

Männer und Taschen

Donnerstag, 26. Februar 2009

Ich bin mir sicher, euch ist das auch schon mal passiert. Ihr geht mit eurem Freund/Bruder/Vater irgendwo hin und dürft dann schön sein Portemonnaie/Handy/Schlüsselbund in eurer Designertasche mitschleppen. Weil, in die Jeanstasche passt das alles nicht, eine eigene Tasche besitzt man(n) nicht und ‘du nimmst deine Handtasche doch sowieso mit’. Und wenn man ihm vorschlägt, er könne sich doch selbst eine schöne Ledertasche kaufen, wird man ausgelacht.

Ja, das Thema Manbag wurde jetzt schon so oft diskutiert, aber für die meisten Männer ist das Tragen einer Handtasche immernoch ein absolutes Tabu. Mein Bruder würde Geld und Ausweis lieber im Schuh verstauen als mit einer Umhängetasche oder sonstigem Armschmuck gesehen zu werden. Da ist es auch vollkommen egal ob die Taschen, die von den Designern angeboten werden, richtig stylisch, edel und überhaupt nicht mädchenhaft aussehen.

Meine Mutter hat es mit meinem Vater auch nicht leicht. Regelmäßig muss sie, neben ihrem eigenen Krimskrams, Brille, Geldbeutel und sonstiges von meinem lieben Papa in ihrer Tote verstauen. Wie sinnlos das Ganze ist, merkt man dann, wenn mein Vater etwas kaufen will und meine Mutter erstmal um sein Portemonnaie bitten muss.

Dabei gibt es doch mittlerweile wirklich schöne Taschen für Männer. Es muss ja keine Clutch sein, bei Louis Vuitton gibt es, zum Beispiel, Messengerbags, die nicht nur praktisch sind, sondern auch robust und männlich aussehen. Trendsetter Nummer 1 David Beckham entdeckte die Vorteile der Manbag, in sämtichen Variationen, schon vor Jahren. Zugegeben, über dieses Bild (siehe unten) musste ich ziemlich schmunzeln, aber wenn selbst Rocker, wie Good Charlotte Frontmann Joel Madden, die praktische Seite einer Gucci Tasche entdecken, dann sind wir doch auf dem richtigen Weg.

Also ihr Männer, seid nicht so eitel und erspart uns Frauen mit einer eigenen Tasche in Zukunft eure sämtlichen Ipods und Portemonnaies!

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*tanya*

Bilder: Louis Vuitton, Alexbitterman.wordpress.com, LA Times

2 Hochzeiten und ein Kleidproblem

Mittwoch, 25. Februar 2009

Ich bin jetzt stolze 24 Jahre alt und war noch nie auf einer Hochzeit. Und jetzt bin ich gleich auf zwei eingeladen. Meine gute Freundin heiratet Anfang April und zwei Wochen darauf eine Kusine. Die Einladungen habe ich schon länger, auf den Gedanken, dass das Hochzeitsoutfit zum Problem werden könnte, kam ich aber erst als mich ein anderer Gast fragte was ich denn anziehe.

In meinem Kleiderschrank hängen jede Menge Designer Jeans, ich kann auch die wunderschönsten Lederjacken und buntesten Cashmere Pullis vorweisen, aber ein Kleid? Ist irgendwie nicht so mein Ding. Überhaupt, was zieht man denn als Gast auf einer Hochzeit an? Wie ich aus sämtlichen Gesprächen erfahren habe, sind weiß und schwarz tabu. Schließlich will man von der Braut nicht ablenken, aber auch nicht aussehen als ginge man auf eine Beerdigung. Ein bisschen Farbe ist also nicht verkehrt, aber zu viel sollte es auch nicht sein. Ich bin verwirrt. Vor allem muss man zu dem Kleid dann auch noch die passenden Accessoires finden, eventuell noch eine Jacke, schließlich ist es im April noch relativ kalt.

Und ich dachte immer, die Braut sei vor der Hochzeit am meisten gestresst. Bei Diana, meiner Freundin und Braut, aber von Stress keine Spur. Sie hat einen Wedding Planner engagiert. Ja, genau so einen wie Frank Matthée aus der ProSieben Serie, der auch schon Sarah Connor die Hochzeitsvorbereitungen erleichterte. Wenn man eine Hochzeitsagentur mit seiner Hochzeit beauftragt, hat man volles Mitspracherecht was die Gestaltung des großen Tages angeht, muss sich aber nicht selbst um die stressige Organisation kümmern. Wenn man sich, wie Diana, unbedingt haufenweise rosafarbene Tulpen für den Traumtag wünscht, braucht man sich keine Gedanken machen, ob der örtliche Blumenladen diese auch liefern kann, sondern kann sich getrost zurücklehnen und dem Planner diese Sorgen überlassen. Das üppige Catering wird vom Brautpaar lediglich ausgewählt, alles Weitere übernimmt auch hier der Hochzeitsplaner des Vertrauenes. Diana selbst, freut sich riesig auf ihre Hochzeit und genießt den ganzen Rummel um ihre Person. Ich glaube sie wird ihren Weddingplanner nach der Hochzeit gar nicht mehr gehen lassen wollen.

So entspannt bin ich nicht. In voller Panik telefonierte ich letzte Woche meinen gesamten weiblichen Bekanntenkreis ab. Ob mir vielleicht jemand ein Kleid ausleihen könnte? Natürlich hätte ich vielleicht daran denken müssen, dass die meisten meiner Freundinnen (und der Rest der Menschheit) ungefähr zwei Köpfe größer sind als ich. Es half nichts, ich musste Einkaufen gehen. Mit dem Plan ein einfaches, aber schönes Kleid zu kaufen, das auch nicht zu teuer ist, zog ich los. Einfacher gesagt als getan. Die Abendkleider in den größeren Kaufhäusern passten überhaupt nicht und auch die Farben und Modelle der Sommerkleider waren einfach nicht richtig.

Zu Hause im Internet gab es dafür umso mehr schöne Designerkleider. Ein traumhaftes Chiffonkleid von Diane von Furstenberg in einem frischen Koralton, ein richtig edles Seidenkleid mit Leomuster von Dolce & Gabbana oder eine olivgrüne assymetrische Kreation von Philiosophy di Alberta Ferretti. Leider nicht ganz mein Budget.

Am Ende bin ich aber doch noch in meiner Preisklasse fündig geworden. Ein fliederfarbenes knielanges Kleid, das weder die Show stiehlt, noch im Hintergrund verschwindet. Jetzt brauche ich bloß noch die passende Handtasche!

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*tanya*

Bilder: Net-a-porter, MyTheresa

Auf dem Holzweg

Dienstag, 24. Februar 2009

Es gibt Handtaschen, die möchte man einfach nur haben. Nicht unbedingt um sie zu benutzen, sondern einfach nur um sie anzusehen. Genauso geht es mir bei den Taschen von Timmy Woods. Spätestens seit Sex and the City ist ihre, aus Holz gefertigte, Eiffelturmtasche weltberühmt. In der Kultserie trägt Sarah Jessica Parker alias Carrie Bradshaw die, mit Swarovskisteinen übersäte, Tasche der Designerin aus Beverly Hills. Die offizielle Timmy Woods Website bietet die Eiffelturmtasche mittlerweile auch in einer einfachen Version ohne Swarovskieffekt an, dafür für einen Drittel des Preises. Und ist man erst einmal auf dieser Seite gelandet kommt man aus dem Staunen und Habenwollen nicht mehr raus.

Es gibt die ungewöhnlichsten Taschenformen überhaupt und viele der Designs sind spezifisch für bestimmte Anlässe kreiert worden. Für alle Vegas Fans gibt es beispielsweise Taschen im Würfeldesign oder in Form von Spielkarten.  Golffanatiker können ihrem Outfit mit der pinken Golftrolleytasche das besondere Etwas verleihen und für wahre Weihnachtsverrückte (ich fühle mich sehr angesprochen) gibt es außer dem Lebkuchenhaus und Baumornament zum Tragen auch jedes Jahr eine limitierte Santa Claus Tasche aus Holz.

Natürlich gibt es auch weniger ausgeflippte Modelle, die sich zu jedem Outfit tragen lassen und garantiert Komplimente einheimsen. Die Tarzan Bag aus braunem Holz mit aufgemaltem Tigermuster, zum Beispiel, ist elegant und ausgefallen zugleich.

Umweltschützer brauchen sich übrigens gar nicht erst aufzuregen, für jeden Baum, der für die Produktion von Timmy Woods Artikeln gefällt wird, werden zwei neue gepflanzt. Eine Designerin, die was von Glamour, Stil und Individualität versteht und zudem ein Herz für die Umwelt hat - echt klasse!

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*tanya*

Bilder: Timmy Woods, Patricia Field

And the Oscar goes to…

Montag, 23. Februar 2009

Und wieder einmal war es so weit. Zum 81. Mal fand gestern Abend in Los Angeles die Oscar Verleihung statt. Persönlich interessiert mich immer viel mehr in welchen Kleidern die diversen Stars über den roten Teppich laufen und nicht unbedingt wer schlußendlich den Oscar gewinnt. Und natürlich macht es am meisten Spaß über die misslungene Kleiderwahl einer Prominentin zu lästern.

War der Trend der letzten Oscarverleihung Rot, so konnte man dieses Jahr dem Meerjungfrauenkleid kaum entfliehen. Obenrum schön eng und ab dem Knie ausgestellt, als hätte frau statt zwei Füßen eine Flosse. Ob Schauspielerin Melissa George in Dolce & Gabbana, Teeniestar Vanessa Hudgens im schwarzen Kleid von Marchesa oder Sängerin Beyonce in der Eigenkreation ihrer Mutter, Arielle die kleine Meerjungfrau diente den Designern wohl als Inspiration.

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Sophia Loren hingegen präsentierte sich als Oscar selbst. In einem bodenlangen, goldenen Kleid von Armani Prive, mit zahlreichen Rüschen, strahlte die Diva mit dem heißbegehrten Preis um die Wette. Jessica Biel, andererseits, enttäuschte mit ihrer langweiligen Kleiderwahl und wenig Stil. An ihrem weißen Kleid von Prada hing vorne überflüssiges Material, das vermutlich einer Schleife ähneln sollte, dieses Ziel jedoch weit verfehlte. Nicht unbedingt ein Oscar taugliches Kleid, wo sich doch alles um Luxus und Glamour drehen sollte.

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Ein Kleid hat es mir aber besonders angetan, nämlich das fliederfarbene Chiffonkleid von Natalie Portman. Entworfen von Rodarte, einem Schwesterngespann aus Amerika, hatte dieses Kleid alles um im positiven Sinne aus der Masse hervorzustechen.

Mit der Kleiderwahl richtig daneben lag bei dieser Oscar Verleihung niemand, aber ein bisschen bunter und ausgefallener darf es nächtes Jahr ruhig sein!

*tanya*

Bilder: Marie Claire