Archiv für die Kategorie „Dolce & Gabbana“

Das Model im Schlafrock

Montag, 18. Mai 2009

 

Es gibt Trends, die möchte (und muss) man einfach ignorieren, wie zum Beispiel den Pyjama-Trend von Dolce&Gabbana. Wieso muten uns Designer das zu? Ja, ich bin eine Frau. Und ja, ich bin auch modebewusst. Nein, ich stelle nicht die Designer und ihre Fähigkeiten in Frage (eventuell ihre geistige Klarheit?). Aber ich habe einfach ein Problem damit, dass manche Trends offenbar nicht dafür geschaffen werden, um die Frau als Kunstwerk ihres Selbst erscheinen zu lassen, mit endlos langen Beinen, schön, schlank, grazil, wie wir uns dies jeden Tag wünschen…

Anstatt dessen will man Sie in einem angesagten (und nebenbei unglaublich teuren) Pyjama “Anzug” auf die Straße locken, damit Sie sich dem Gespött der “modisch Unwissenden”aussetzen, nur um abends mit angeknackstem Selbstbewusstsein den neuesten Diätratgeber auf Amazon zu ergattern. 

 

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Aber keine Bange: wenn die Entwürfe der „Großen“ mal wieder nicht tragbar sind, bietet das die optimale Gelegenheit neue, talentierte Designer auszuprobieren.

 Ein Duo muss definitiv auf unsere „Watchlist“ für die nächsten Jahre: Johnny Talbot und Adrian Runhof aus München. Als Vorbild für ihre eleganten (aber trotzdem sexy) Krationen dient  die romantische, sinnliche und kreative Frau – so wie wir uns doch alle sehen wollen.   Manche kennen „Talbot & Runhof“ eventuell auch schon aus der dritten Staffel von „Germany’s next Topmodel“ als Jennifer Hof (die Blonde mit den endlos langen Beinen) zusammen mit zwei weiteren Topmodelkandidatinen die Kreationen auf der Pariser Modenschau präsentieren.  Mit Spannung wird erwartet, was die Beiden uns noch alles präsentieren werden. Eines ist jedoch sicher: Wir freuen uns darauf!

 

2 Hochzeiten und ein Kleidproblem

Mittwoch, 25. Februar 2009

Ich bin jetzt stolze 24 Jahre alt und war noch nie auf einer Hochzeit. Und jetzt bin ich gleich auf zwei eingeladen. Meine gute Freundin heiratet Anfang April und zwei Wochen darauf eine Kusine. Die Einladungen habe ich schon länger, auf den Gedanken, dass das Hochzeitsoutfit zum Problem werden könnte, kam ich aber erst als mich ein anderer Gast fragte was ich denn anziehe.

In meinem Kleiderschrank hängen jede Menge Designer Jeans, ich kann auch die wunderschönsten Lederjacken und buntesten Cashmere Pullis vorweisen, aber ein Kleid? Ist irgendwie nicht so mein Ding. Überhaupt, was zieht man denn als Gast auf einer Hochzeit an? Wie ich aus sämtlichen Gesprächen erfahren habe, sind weiß und schwarz tabu. Schließlich will man von der Braut nicht ablenken, aber auch nicht aussehen als ginge man auf eine Beerdigung. Ein bisschen Farbe ist also nicht verkehrt, aber zu viel sollte es auch nicht sein. Ich bin verwirrt. Vor allem muss man zu dem Kleid dann auch noch die passenden Accessoires finden, eventuell noch eine Jacke, schließlich ist es im April noch relativ kalt.

Und ich dachte immer, die Braut sei vor der Hochzeit am meisten gestresst. Bei Diana, meiner Freundin und Braut, aber von Stress keine Spur. Sie hat einen Wedding Planner engagiert. Ja, genau so einen wie Frank Matthée aus der ProSieben Serie, der auch schon Sarah Connor die Hochzeitsvorbereitungen erleichterte. Wenn man eine Hochzeitsagentur mit seiner Hochzeit beauftragt, hat man volles Mitspracherecht was die Gestaltung des großen Tages angeht, muss sich aber nicht selbst um die stressige Organisation kümmern. Wenn man sich, wie Diana, unbedingt haufenweise rosafarbene Tulpen für den Traumtag wünscht, braucht man sich keine Gedanken machen, ob der örtliche Blumenladen diese auch liefern kann, sondern kann sich getrost zurücklehnen und dem Planner diese Sorgen überlassen. Das üppige Catering wird vom Brautpaar lediglich ausgewählt, alles Weitere übernimmt auch hier der Hochzeitsplaner des Vertrauenes. Diana selbst, freut sich riesig auf ihre Hochzeit und genießt den ganzen Rummel um ihre Person. Ich glaube sie wird ihren Weddingplanner nach der Hochzeit gar nicht mehr gehen lassen wollen.

So entspannt bin ich nicht. In voller Panik telefonierte ich letzte Woche meinen gesamten weiblichen Bekanntenkreis ab. Ob mir vielleicht jemand ein Kleid ausleihen könnte? Natürlich hätte ich vielleicht daran denken müssen, dass die meisten meiner Freundinnen (und der Rest der Menschheit) ungefähr zwei Köpfe größer sind als ich. Es half nichts, ich musste Einkaufen gehen. Mit dem Plan ein einfaches, aber schönes Kleid zu kaufen, das auch nicht zu teuer ist, zog ich los. Einfacher gesagt als getan. Die Abendkleider in den größeren Kaufhäusern passten überhaupt nicht und auch die Farben und Modelle der Sommerkleider waren einfach nicht richtig.

Zu Hause im Internet gab es dafür umso mehr schöne Designerkleider. Ein traumhaftes Chiffonkleid von Diane von Furstenberg in einem frischen Koralton, ein richtig edles Seidenkleid mit Leomuster von Dolce & Gabbana oder eine olivgrüne assymetrische Kreation von Philiosophy di Alberta Ferretti. Leider nicht ganz mein Budget.

Am Ende bin ich aber doch noch in meiner Preisklasse fündig geworden. Ein fliederfarbenes knielanges Kleid, das weder die Show stiehlt, noch im Hintergrund verschwindet. Jetzt brauche ich bloß noch die passende Handtasche!

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*tanya*

Bilder: Net-a-porter, MyTheresa

And the Oscar goes to…

Montag, 23. Februar 2009

Und wieder einmal war es so weit. Zum 81. Mal fand gestern Abend in Los Angeles die Oscar Verleihung statt. Persönlich interessiert mich immer viel mehr in welchen Kleidern die diversen Stars über den roten Teppich laufen und nicht unbedingt wer schlußendlich den Oscar gewinnt. Und natürlich macht es am meisten Spaß über die misslungene Kleiderwahl einer Prominentin zu lästern.

War der Trend der letzten Oscarverleihung Rot, so konnte man dieses Jahr dem Meerjungfrauenkleid kaum entfliehen. Obenrum schön eng und ab dem Knie ausgestellt, als hätte frau statt zwei Füßen eine Flosse. Ob Schauspielerin Melissa George in Dolce & Gabbana, Teeniestar Vanessa Hudgens im schwarzen Kleid von Marchesa oder Sängerin Beyonce in der Eigenkreation ihrer Mutter, Arielle die kleine Meerjungfrau diente den Designern wohl als Inspiration.

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Sophia Loren hingegen präsentierte sich als Oscar selbst. In einem bodenlangen, goldenen Kleid von Armani Prive, mit zahlreichen Rüschen, strahlte die Diva mit dem heißbegehrten Preis um die Wette. Jessica Biel, andererseits, enttäuschte mit ihrer langweiligen Kleiderwahl und wenig Stil. An ihrem weißen Kleid von Prada hing vorne überflüssiges Material, das vermutlich einer Schleife ähneln sollte, dieses Ziel jedoch weit verfehlte. Nicht unbedingt ein Oscar taugliches Kleid, wo sich doch alles um Luxus und Glamour drehen sollte.

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Ein Kleid hat es mir aber besonders angetan, nämlich das fliederfarbene Chiffonkleid von Natalie Portman. Entworfen von Rodarte, einem Schwesterngespann aus Amerika, hatte dieses Kleid alles um im positiven Sinne aus der Masse hervorzustechen.

Mit der Kleiderwahl richtig daneben lag bei dieser Oscar Verleihung niemand, aber ein bisschen bunter und ausgefallener darf es nächtes Jahr ruhig sein!

*tanya*

Bilder: Marie Claire