Dieser Tag soll einer der schönsten und wichtigsten in unserem Leben sein. Es gibt nur wenige Tage, an welchen der Zustand absoluter Glücksseeligkeit erreicht wird, einer davon bringt vielleicht die Geburt eines Kindes mit sich, ein anderer jedoch bringt einem das Geschenk, aus seinem „Lebensabschnittsgefährten“ seinen „Lebensgefährten“ zu machen. Wir entscheiden uns also den Bund der Ehe einzugehen und verpflichten uns für den Rest unseres Lebens (so sollte eine Hochzeit eigentlich verstanden werden), in guten wie in schlechten Zeiten für einander zu sorgen. Dieses Versprechen geben sich nur allzu viele Paare, doch nur knapp 50% können es heute noch halten.
Treue und ewige Liebe (in uns allen steckt doch eine kleine Romantikerin) hin oder her, sobald man sich dazu entschlossen hat zu heiraten, bringt das erstmal eines mit sich: großen Stress! Eine echte Bewährungsprobe für jede Beziehung. Und damit meine ich nicht mal die Organisation und Koordination von Gästen, Blumen, Räumlichkeiten, Dekoration, Personal usw. Ich spreche einzig und allein von der Wahl des perfekten Brautkleides. Alles andere scheint, nachdem unser Liebster uns erstmal die Frage aller Fragen gestellt hat, eher sekundärer Natur zu sein.
Doch die Suche nach dem perfekten Kleid scheint meist wie die Suche nach den Heiligen Gral. Nachdem man sich mit hängender Zunge durch den 27. Brautmodenladen gequält hat, der vom Beratungskomittee bestehend aus Mama und den besten Freundinnen mit einem aufmunternden Nicken und dem inzwischen zum Standardspruch avancierten „Da findest du ganz sicher etwas“ schmackhaft gemacht wurde und immer noch nicht auf das Kleid gestoßen war, ist man es Leid und übergiebt den Fall einem Profi: entweder dem Personal Shopper des nächstgelegenen Einkaufshauses oder einem seriösen Weddingplaner. Ersterer wird einem (was nicht weniger anstrengend ist) sämtliche überteuerten „Sonderangebote“ des Kaufhauses präsentieren, nur um dann erschöpft auf einem Stuhl zusammenzubrechen, sich mit einem Stofftaschentuch den Stress-schweiß von der Stirn zu wischen und kundzutun, dass er so eine schwierige Kundin noch nie erlebt habe.
Die Wedding Planer hingegen sind etwas vorausschauender: nachdem diese wissen, dass sie das letzte, annähernd adäquate, weiße Hochzeitskleid lokaler Läden gestern an eine andere Kundin verkauft haben, wird das „Mienenfeld“ Brautkleid weitläufig umgangen, indem man versucht, der armen Braut eine Themenhochzeit aufzureden (was natürlich sofort vehement abgelehnt wird!).
Wenn der abgespannte Brauttrupp dann schließlich völlig verzweifelt an einem Tisch sitzt und bespricht, ob man denn nicht vielleicht die Spitzenvorhänge der längst verstorbenen Großmutter möglichst präsentabel mit Sicherheitsnadeln zu einem Brautkleid umfunktionieren könnte, offenbart sich ihnen meistens die letzte Lösung: die Online-Suche nach einem Brautkleid!
Fashionette hat diese Aufgabe für Sie natürlich schon längst übernommen und sich für folgendes Traumkleid entschieden: ein champagnerfarbenes, knielanges Bustierkleid von Vivienne Westwood Gold Label. Nachdem Carrie Bradshaw in „Sex and the City – The Movie“ darin ihr Glück mit Mr. Big finden wollte, ist dieses Kleid zu einem wahren Dauerbrenner geworden.

Wenn dann endlich Kleid, Schuhe und alles weitere organisiert sind, fehlt nur noch eines: sich fragen zu lassen, warum man sich diesem Stress überhaupt aussetzt. Tja, darauf gibt es wohl nur eine Antwort: „Weil es doch sooo schön ist…“